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Glück essen

Hausgemachte Tagliatelle mit Broccoli und Walnusscreme

Tagliatelle mit Broccoli und Walnusscreme

Heute habe ich etwas gewagt. Ich will euch erzählen, wie ich dazu gekommen bin, meine hausgemachten Tagliatelle mit Broccoli und Walnusscreme anzurichten. Ihr müsst nämlich wissen, dass Broccoli zu jenem Gemüse gehört, das mir normalerweise förmlich den Appetit verdirbt. Deswegen hat es für mich mit Waghalsigkeit zu tun, weil ich befürchtet habe, dass meine geliebten Tagliatelle dadurch vermasselt würden.

Was Broccoli mit unserer DNA zu tun hat

Habt ihr gewusst, dass 75% der Menschen Broccoli gar nicht schmeckt? Dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung: In Broccoli und anderen Lebensmitteln steckt ein für die Bitterkeit verantwortliches Molekül (PTC). Dieses hat ein amerikanische Chemiker per Zufall in einem Labor entdeckt. Bei einem Experiment gelangte etwas Staub des extrem bitteren Pulvers versehentlich in die Luft.

Während sich ein Kollege des Wissenschaftlers über einen bitteren Geschmack auf der Zunge beschwerte, spürte der Chemiker selber gar nichts. Dem folgten eine Reihe von Tests und er kam zu der Erkenntnis, dass manche Menschen PTC intensiv schmeckten, manche ein bisschen und manche überhaupt nicht. Genetiker haben daraufhin festgestellt, dass es an unserer DNA liegt, ob und wie stark wir PTC schmecken. Im Jahr 2003 fand man sogar das PTC-Gen, welches zu 85 Prozent Einfluss darauf hat, ob jemand ein “Schmecker” oder ein “Nichtschmecker” ist.

Rezeptidee mit Brokkoli: Tagliatelle mit Broccoli und Walnusscreme
Wunderwerk der Natur

Ich gehöre dann wohl zu den „Schmeckern“ und muss mir regelrecht die Nase rümpfen, wenn ich Broccoli verkoche.

Das lass ich nicht auf mir beruhen, dass ich mir beim Broccoli kochen die Nase rümpfen muss! Was hätte das auch mit Glück zu tun?

Von den Nährstoffen, die ein Broccoli aufweist, könnte man ja Bücher schreiben, so reich ist der und gesund. Neben unzähligen Vitaminen enthält der Broccoli eine ordentliche Portion Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor.

Gesünder geht’s nicht!

Und ich hab mir Brokkoli im Verhältnis eigentlich sehr oft im Gemüseladen gekauft, vielleicht weil seine grüne Farbe so gesund aussieht und man ja so oft hört, dass Broccoli das gesündeste Gemüse überhaupt ist. Jedenfalls hab ich ihn mir des öfteren aus diesem Grund mit heimgenommen, in die unterste Schublade des Kühlschranks eingeräumt und sehnlichst darauf gewartet, bis er jeden Tag gelber und gelber wird. Und wenn er dann gelb genug war und dadurch auch ungenießbar, ist er, nicht mal schweren Herzens, auf meinem Kompost gelandet.

Deshalb hab ich mir jetzt vorgenommen, ich will es meinem Gen mal so richtig zeigen und werde genau Brokkoli zu meinen Lieblingsnudeln kredenzen. Ihr müsst nämlich auch wissen, dass die Zubereitung meiner hausgemachten Tagliatelle ein recht großer Aufwand ist und ich normalerweise nur den allerbesten Sugo oder die allerbeste Sauce auf meine hausgemachte Pasta ranlasse.

Ein überraschendes Ergebnis

Aber siehe da, ich bin erstaunt! Der Broccoli hat nämlich durch meine ganz besondere Kreation diesmal fast einen Orden verdient. Er schmiegt sich nämlich so wunderbar an die cremige Walnusssauce und bekommt mit den getrockneten, herb würzigen Tomaten und der Säure der Zitronen eine einzigartige Note.

Die Kunst ist es ja ein Gemüse so anzurichten, dass der beste Geschmack aus ihm entlockt wird. Und ich würde sagen, das ist mir mit diesem Gericht glatt gelungen. Ich habe fast ein schlechtes Gewissen, habe ich doch bis jetzt noch kein gutes Wort an diesem grünen Sprossenkohl gelassen.

Tagliatelle mit Broccoli und Walnusscreme
Eine Pfanne voll mit Glück

Natürlich kaufe ich mir die Nudeln normalerweise selber. Aber manchmal hab ich einfach Lust darauf, sie selber herzustellen. Wenn euch das Rezept dazu interessiert, dann geht auf meinen Beitrag: Hausgemachter Nudelteig.

Zubereitung der Tagliatelle mit Brokkoli und Walnusscreme

Zutaten für 4 Personen

Tagliatelle – 500 g
Walnusskerne – 400 g
Brokkoli – 1
Getrocknete Tomaten im Öl – 200 g
Knoblauch – 2
Zitronensaft und Zeste – 1
Olivenöl – 4 EL
Salz
Pfeffer

Zubereitung der Pastasauce

Zuerst wird der Brokkoli in kleine Röschen geteilt und im Wasser einmal aufgekocht. Bei mittlerer Temperatur und geschlossenem Deckel ca. 4 Minuten köcheln lassen. Die Broccoliröschen sollten am Ende durch sein, aber noch etwas Biss haben.

Nach der Garzeit den Brokkoli abseihen und abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit die Walnusskerne in eine Pfanne und ohne Öl rösten. In den Mixer geben und zerkleinern.

Nudelwasser zum Sieden bringen, salzen und die Tagliatelle bissfest garen.

Die getrockneten Tomaten werden nun in kleine Stücke geschnitten. Das abtropfende Öl behalte ich auf und gebe es später zurück in die Pfanne.

In der Pfanne nun die Brokkoliröschen für ungefähr 3 bis 4 Minuten in Olivenöl und Pfeffer anbraten. Die Tomaten, den zerkleinerten Knoblauch, sowie die Walnüsse und den Zitronensaft dazugeben und mit etwas Olivenöl kurz aufkochen lassen.

Ich gebe in die Sauce immer etwas kochendes Nudelwasser hinzu, da es durch die ausgetretene Stärke der Nudeln gut bindet und die Sauce dadurch nicht wässrig wird wie bei normalem Wasser.

Die Nudeln abseihen und direkt in die Sauce geben. Alles gut verrühren, Zitronenschale darüberreiben in schöne Teller schöpfen und servieren.

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Glück kann man essen! - davon bin ich überzeugt. Was außerdem zu meinem Glück beiträgt sind meine Kinder, die wunderbare Natur und Landschaft Südtirols und die vielseitige Küche. Lass dich inspirieren!

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