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Glück essen

Schiacciata mit Trauben

Schiacciata mit Trauben Rezepte Natürlich glücklich

Heute lass ich mich zu einem Rezept aus der wunderschönen Toskana hinreißen. Es passt zum Herbst wie Eis zum Sommer.

Bei der Schiacciata mit Trauben handelt es sich um eine süße Focaccia mit roten Trauben, keinen Tafeltrauben, sondern Keltertrauben, voll mit Kernen.

Diese süße Traubenpizza wird in der Zeit der Weinlese in der Toskana zubereitet und ist bereits eine jahrhundertealte Tradition. Nach tagelangem Wimmen wurden die Winzer mit einer leckeren süßen Schiacciata belohnt. Dazu wurden die übrigen, nicht mehr für den Wein benötigten roten Trauben verwendet.

Viele toskanische mamme machten die Schiaccia aus Brotteig, der anstatt zum Laib geformt zu werden, mit den Fingern auf dem Blech ausgebreitet bwz. gedrückt wurde. Daher stammt auch der Name ’schiacciare‘, das so viel wie ‚drücken‘ bedeutet.

Nur die Zugabe der Trauben und ein wenig Zucker darüber machen den Unterschied zum herkömmlichen Brot oder der normalen Schiaccia mit Olivenöl und Rosmarin, die man ansonsten überall in der Toskana findet.

Ab September gibt es in der Toscana traditionell schiacciata con l’uva an jeder Ecke und aus den lokalen Bäckereien duftet es nach süßem Brot und heißen Trauben.

Den Geschmack finde ich fabelhaft. Es werden keine kernlosen Trauben verwendet. Zur traditionellen schiaccata all’uva gehören die Kerne dazu. Bei jedem Biss knackt und knirscht es in den Zähnen.

Die süße Focaccia ist nicht zu süß, außen ist sie kross, innen schön saftig. Alles was man zum Glückessen braucht.

Lauwarm serviert, zergeht sie förmlich auf der Zunge.

Und wer es mit dem Glück übertreiben will, der kredenzt einen süßen, roten toskanischen Dessertwein dazu.

Zutaten für eine Kuchenform (28 cm)

Dinkelmehl – 500 g
Frische Hefe – 1 Würfel
Lauwarmes Wasser – 320 ml
Salz – 1 EL
Zucker – 50 g für den Teig/50 g für die Verarbeitung
Schwarze Trauben – 1 kg
Olivenöl – 2 EL

Zubereitung der Schiacciata mit Trauben

Schiacciata mit Trauben

Die Hefe im lauwarmen Wasser zusammen mit etwas Zucker auflösen und die Mischung in eine große Schüssel geben. Das Olivenöl, 50 g Zucker, das Mehl und das Salz dazugeben und mischen. Mit dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten, elastischen Teig kneten. Eine Stunde bei Raumtemperatur aufgehen lassen.

In der Zwischenzeit die Trauben von den Stielen lösen und gut waschen.

Wenn der Teig das doppelte Volumen erreicht hat, wird er in zwei Hälften geteilt, dabei sollte einer etwas größer sein als der andere.

Diese werden zu zwei runden Scheiben ausgerollt. Die erste Scheibe wird in eine geölte Backform gelegt und mit zwei Drittel der Trauben belegt. Darüber wird Zucker gestreut. Darauf wird die zweite ausgerollte Teighälfte gelegt. Mit einem Tuch abdecken und nochmals für eine Viertel Stunde aufgehen lassen.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Anschließend wird die Oberfläche mit Olivenöl eingepinselt und mit der Gabel eingestochen.  Mit Trauben verzieren und mit Zucker bestreuen.

Dann wird das Ganze ungefähr 45 Minuten ins Backrohr geschoben bis die Oberfläche goldfarben ist.

Den süßen, herbstlichen Traum verspeist man am besten warm. Nach einem Tag anstrengenden Wimmens hat man sich das Glück redlich verdient.

Das ist Glück nach einem goldgelben Herbsttag …

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Glück kann man essen! - davon bin ich überzeugt. Was außerdem zu meinem Glück beiträgt sind meine Kinder, die wunderbare Natur und Landschaft Südtirols und die vielseitige Küche. Lass dich inspirieren!

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