Die Aromatherapie erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Viele Eltern wissen jedoch nicht, dass nicht alle ätherischen Öle für Babys geeignet sind. Einige – darunter Kampfer, Thymian, Eukalyptus, Teebaum, Rosmarin, Salbei sowie Menthol und Minze – können für Babys und Kleinkinder sogar gefährlich sein!
Welche Gefahren bestehen?
Wenn wir ungeeignete und/oder unverdünnte ätherische Öle bei unseren Kindern unter 2-4 Jahren verwenden (auch darüber hinaus ist Vorsicht geboten – bis hinein ins Erwachsenenalter) bestehen unterschiedliche Gefahren, darunter:
- Krämpfe bis hin zu lebensbedrohlichen Verkrampfungen
- Erbrechen und Bewegungsstörungen
- Hautreizungen (auch der Schleimhäute)
- Schwellung der Kehlkopfschleimhaut
- Bronchospasmen und asthmaähnliche Zustände
- Vergiftungen bei der Einnahme
- Atemstillstand
Diese Symptome können immer auftreten, wenn Kindern mit ätherischen Ölen in Kontakt kommen, egal ob als Erkältungsbad oder in der Duftlampe – aber vor allem, wenn sie zum Inhalieren verwendet oder im Gesicht angewendet werden! Auch sogenannte Inhalationssauger für Kinder können problematisch sein.
Auf was muss ich achten?
Damit dein Kind sicher bleibt, beachte folgende Regeln im Umgang mit ätherischen Ölen:
- Bewahre ätherische Öle und ähnliche Produkte wie VapoRub immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
- Bevorzuge Produkte mit Kindersicherung.
- Verwende nur Öle, die speziell für Babys und Kleinkinder vorgesehen sind.
- Lasse dich vor der Anwendung in der Apotheke oder von deinem Arzt beraten.
- Wende ätherische Öle nur sparsam und mit größter Sorgfalt an: Weniger ist mehr!
- Halte dich strikt an altersspezifische Dosierungsangaben und Verdünnungshinweise.
- Zeigt dein Kind nach der Anwendung Symptome, verständige umgehend den Notarzt.
Welche Öle darf ich verwenden?
Die Wahl eines passenden Öls hängt von verschiedenen Faktoren ab. Generell gilt: Die Anwendung von ätherischen Ölen bei Babys sollte immer wohlüberlegt sein.
Viele Eltern vertrauen auf die Produkte der Bahnhofsapotheke Kempten (z. B. Ingeborg Stadelmanns Aromamischungen). Vorsicht ist jedoch geboten: Manche Webseiten empfehlen fälschlicherweise Kiefernnadelöl als unbedenklich. Tatsächlich können aber Asthmatiker und Kinder mit Keuchhusten empfindlich darauf reagieren. Eine fachkundige Beratung ist daher unerlässlich.
Fazit: Sicherheit geht vor!
Ätherische Öle haben den Ruf, immer bedenkenlos angewendet werden zu können, dem ist aber nicht so! Viele Menschen unterschätzen ihre Wirkung, weshalb mehr Aufklärung – auch durch Kinderärzte – nötig ist.
Mein Tipp: Konsultiere vor der Anwendung immer einen Kinderarzt oder Apotheker. Wie meine Mutter immer sagte: Vorsicht ist besser als Nachsicht!