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Südtirol

Änderungen beim Landeskindergeld

Landesfamiliengeld und Landeskindergeld Südtirol Neuerungen

Auf gesamtstaatlicher Ebene wird mit März 2022 eine neues, einheitliches Familiengeld eingeführt (wir haben ausführlich berichtet), welches Familien mit Kindern bis zum 21. Lebensjahr unterstützt. Darauf hin hat auch die Landesregierung beschlossen, auch die Landesleistungen anzupassen, darunter das Landeskindergeld und das Landesfamiliengeld. Was wird sich ab 1. Juli 2022 ändern? Alle Details.

Landesfamiliengeld für alle

Bisher war das Landesfamiliengeld nur Familien mit einem bereinigten Familieneinkommen von unter 80.000 € (laut EEVE-Erklärung) vorbehalten. Diese Obergrenze wird ab Juli 2022 abgeschafft und der Zugang zum Landesfamiliengeld von 200€ bis 3. Geburtstag bzw. bis zum zum Kindergarteneintritt (36 – 43 Monate) ist damit allen Familien EinkommensUNabhängig möglich.

Damit fällt mit Juli 2022 die Abfassung der EEVE, die bisher Bürgerinnen und Bürger selber online oder über ein Patronat einreichen mussten, weg. Dies soll zu einer Vereinfachung führen.

Der Antrag kann weiterhin online (mittels SPID oder digitaler Identitätskarte CIE) auf dem Portal mycivis oder über ein Patronat des Vertrauens gestellt werden.

ISEE für das Landeskindergeld

Das Landeskindergeld bleibt weiterhin eine einkommensbezogene Unterstützung, die als Ergänzungsleistung zum staatlichen Assegno Unico ausbezahlt wird. Die Beiträge sind also kumulierbar.

Eine der wesentlichen Änderung ist die Dauer der Auszahlung. Während bisher das Landeskindergeld bei nur einem Kind nur bis zur Vollendung des 7. Lebensjahr ausbezahlt wurde (ausgenommen bei Invilidität), wird künftig der Betrag auch bei einem minderjährigen Kind bis zum 18. Lebensjahr ausbezahlt. Damit kommen Eltern von nur einem Kind zukünftig 10 Jahre länger in den Genuss des Landeskindergelds.

Die Beitragshöhe hängt weiterhin von der Anzahl der Familienmitglieder ab. 

Eine Neuerung gibt es allerdings bei der Berechnungsgrundlage für die Höhe des Beitrags: Für die Berechnung der wirtschaftlichen Situation der Familie wird ab Juli 2022 die gesamtstaatliche ISEE-Erklärung herangezogen. Das ist dasselbe Dokument, das auch für die Ansuchen um das gesamtstaatliche (einheitliche) Familiengeld und für die weiteren staatlichen Leistungen (Kita-Bonus und staatliches Mutterschaftsgeld) benötigt wird.

Damit wurden die bisher gültigen Tabellen des Landes abgeschafft.

Es gibt künftig je nach ISEE-Wert zwei Beitragshöhen: Bei einem ISEE-Wert bis zu 15.000 € stehen monatlich 70 € bzw. bei einem Kind mit Behinderung 250 € zu. Bei einem ISEE-Wert bis zu 40.000 € sind es monatlich 55 bzw. 120 € pro Kind. Auch der Auszahlungszyklus wird jenem der gesamtstaatlichen Leistung angepasst und erfolgt von März bis Februar des Folgejahres. 

Um einen möglichst reibungslosen Übergang schaffen zu können, greifen die Neuerungen ab 1. Juli 2022. Bis dahin werden die bestehenden Leistungen weiterhin wie gewohnt ausbezahlt, auch neue Anträge (zum Beispiel nach der Geburt, Adoption oder Anvertrauung eines Kindes) können weiterhin bei den Patronaten oder online eingereicht werden.

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Titelbild: Daiga EllabyUnsplash

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Das Leben ist ein Abenteuer, aber durch regelmäßiges Yoga und Meditation komme ich mit Mann, Kindern und Hund meistens ganz gut klar. Und wenn ich mal einen schlechten Tag habe, helfen mir meine kreative Ader und das Schreiben. Was macht dich glücklich?

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